{ entdeckt Virtuelles #1 } Zeichnungen von Aeppol

„I capture the beauty of everyday moments before they disappear forever.“ – Auch wenn ich gefühlt mit dem Alter mehr von dem Internet genervt bin – zum Teil weil ich glaube meine Zeit zu verschwenden – muss ich zugeben, dass ich dank dem Internet über sehr viele lustige und schöne Dinge gestoßen bin. Es hat eben alles seine zwei Seiten und ich möchte ab heute die schönen Entdeckungen des Internets teilen. Wie oft habe ich etwas gesehen und mir gewünscht, dass es andere auch sehen könnten. Zwar gibt es dafür Tumblr, Pinterest, Twitter, Facebook usw. – aber die haben meiner Meinung nach so eine kurze Verweildauer.  Es in einem Beitrag zu packen, meine Gedanken davon festzuhalten, fühlt sich für mich „griffiger“ an als es nur zu teilen. In diesem Beitrag möchte ich die liebevollen Zeichnungen der koreanischen Künstlerin Aeppol teilen.

 

Vielleicht kennen einige sie auch schon, gestoßen bin ich letzes Jahr auf sie über diesen Boredpanda Beitrag. Ich habe mich sofort in ihre Zeichnungen verliebt, warum weiß ich nicht genau. Es ist einfach dieses Gefühl, die ich beim Betrachten dieser Bilder kriege. Die Themen sind einfach gehalten und haben was alltägliches an sich. Aber unglaublich liebevoll gezeichnet und hat was zauberhaftes und irgendwie auch „altes“ an sich. Es erinnert mich an die früheren Illustrationen von Büchern, die ich mal gelesen oder gesehen habe. Trotzdem hat es nichts „kindisches“ oder „kitschiges“ an sich. Soweit ich es verstanden habe, sind die obigen Bilder persönliche Einblicke aus ihrem Alltag und Urlaub mit ihrem Freund.

 
 
 

Am liebsten gefällt mir aber die Serie von Zeichnungen, die von einem Mädchen handelt, dass in einem Haus im Wald lebt. Es ist wirklich sehr süß und hellt auch meine Stimmung auf. Da ich ihr auch auf Instagram folge, bekomme ich manchmal den Werdegang dieser Zeichnungen mit und wünschte ich könnte irgendwann auch wieder zeichnen. Es gab mal einen Kickstarter-Projekt um ein Bilderbuch zu machen, aber leider ist dieser gescheitert. Soweit ich weiß gibt es nun mehrere Bildbände, aber leider nur aktuell in Südkorea erhältlich.

Wo hält hält ihre eure Internet-Entdeckungen fest :) ? Alles Liebe, eure Hani

{ Uni-Impressionen } Vorlesungen und Seminare im paläontologischen Museum

Als ich letztes Jahr beschloss zu der „Blaue Reiter“-Ausstellung im Lenbachhaus (demnächst auf dem Blog) zu gehen, kam ich nicht drum rum bei meiner alten „Lehrstätte“ – dem paläontologischen Museum – vorbeizuschauen. Mit diesem Gebäude verbinde ich immer noch meine erste nach-Abitur-jetzt-in-der-Uni Zeit. Ich erinnere mich gut daran, wie überrascht ich war, als ich die alten großen Eingangstüre öffnete, den Gang reinging und dieses Urzeit-Koloss sah. „Und h i e r haben wir Vorlesungen!???“ fragte ich ungläubig. Die Räume für die Vorlesungen und Seminare der LMU selber fanden im ersten Stockwerk statt. Aber wie es so mit dem Menschen ist, gewöhnt man sich nach der Zeit auch an diesen beeindruckenden Anblick. Was ich aber während meines ersten Studienfaches nie getan hatte, war es das Museum als Besucher zu betrachten.

Der Eintritt ins Museum ist kostenfrei und man erreicht es am Besten, wenn man von der Haltestelle Königsplatz am Lenbachhaus vorbei in die Richard-Wagner-Straße reingeht. Die Funde und Forschungen mit vielen Informationen findet man verteilt auf drei Stockwerken. Die Fossilien sind beeindruckend und ich finde es schade, dass ich mir so spät die Zeit die nahm um das alles betrachten. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich schon während der Schulzeit hier mal war – als Schuldkind kommt man nämlich dank Ausflügen und Wandertagen so ziemlich überall in München, Bayern und Alpengebiet rum -, aber ich bin immer wieder faziniert von dieser Zeit, die viele Millionen Jahre zurückliegt. Im Museum ist es die meiste Zeit sehr still und wenn man da so eine Weile alleine steht, dann liegt da eine ganz geheimnisvolle und „neugierige“ Stimmung in der Luft.

Als ich einen kleinen Blick in die Seminarräume erhaschen konnte, fühlte ich mich zu diesen Winterabenden zurückversetzt, wo ich müde den Vorlesungen lauschte und versucht habe wach zu bleiben. Doch das Kapitel in diesem Lehr-Gebäude ist nun abgeschlossen. Ich bin hier nur noch Besucher und Tourist. Außerdem hat sich vieles geändert, insbesondere wenn man bedenkt, dass damals noch die Umbauarbeiten am Lenbachhaus stattfanden. Nun sieht man in der Richard-Wagner-Straße eine Mischung aus alter Architektur und modern-goldglänzender Fassade. Goodbye Herr Mammut!

Das gute alte Fossil freut sich bestimmt über jeden neuen Besucher ! :D Eure Hani

[ München ] *Update Takumi Ramen-Restaurant

Wie schnell die Zeit vergeht, mein damaliger Post zu Takumi ist mittlerweile schon 4 Jahre her  :?: ! In diesen Jahren war es nicht nur das Lieblingsrestaurant von meinem Freund und mir, sondern auch mittlerweile von vielen anderen Münchnern. Insbesondere seit letztem Jahr scheint hier regelrecht ein Ansturm zu herrschen und uns hatte es tatsächlich schon einmal erwischt, dass wir bis zu 30 Minuten in der Schlange anstellen mussten. Aber als listiges Internetkind habe ich auch dafür eine Lösung gefunden. Heute nun ein kleines Update, da sich von Öffnungszeiten zur Speisekarte in diesem japanischen Kleinod so einiges gändert hat:

:arrow: Durchgehende Öffnungszeiten & Sonntag geschlossen: seit März diesen Jahres hat der Ramen-Laden keine Pause mehr von 14-17 Uhr, sondern durchgehend von 12-22 Uhr auf. Auf diese Weise kann man die vielen Besucher wohl besser verteilen. Dafür bleibt es am Sonntag geschlossen, Ruhe muss ja eben auch mal sein. Die Informationen bei yelp und Google sind aber bisher nicht aktuell, daher empfehle ich immer auf die Facebookseite des Takumi Münchens Team zu gucken :)

:arrow: Update der Speisekarten & neue „Zwischenzeit“-Speisekarte: Im Grunde ist die Mittagskarte und Abendkarte fast gleich geblieben und haben ein optisches Upgrade erhalten. Die Optik empfinden aber anscheined viele Leute etwas verwirrend, aber ich finde sie *suuuuuuuper* asiatisch  :P . Und es gibt nun auch für Vegetarier und Veganer Ramen! Zum Beispiel hat das Miso- oder Sojamilch-Ramen eine Gemüsebrühe als Suppenbasis, probiert habe ich sie ehrlich gesagt noch nicht. Und es gibt eine etwas abgespeckte Speisekarte für die Zeit von 15-18 Uhr, wo so einige Speisen von der Mittags- oder Abendkarte fehlen. Dennoch ist sie immer noch vielfältig und wer hauptsächlich auf Ramen auf ist, wird sich nicht beschweren können.

 

:arrow: Nicht nur Ramen &  Gyoza essen! : ich weiß, ich weiß „Nach der Riesenschüssel Ramen bin ich aber schon viel zu saaattt“. Den Magen leer zu halten und in der Warteschlange halb zu verhungern ist auch nicht so toll, für letzteres habe ich gleich unter diesem Punkt eine Lösung. Im Grunde ist es so, dass ich mich an einem Tag. wo ein Besuch beim Takumi ansteht, nur leichte Mahlzeiten zu mir nehme. Außerdem unbedingt die Vorspeisen und das Dessert untereinander teilen, dann kann man mehr bestellen und mehr probieren :D ! Was ich schade finde ist, dass die meisten nur Ramen und Gyoza bestellt. Natürlich sind diese lecker, aber es gibt soviel mehr! Die kleinen Reisgerichte sind wahre Comfortfoods und liegen nicht schwer auf den Magen, falls man mal keine Ramen isst. Bei den Vorspeisen muss mein Freund jedes Mal seine Takoyaki (Oktopusbällchen, nicht mein Fall lol) haben und ich liebe Kaarage einfach so sehr. Wenn man die noch heißen und knupsrigen Hähnchenstücke in die japanische Majonese taucht  :o !!! Auch die japanischen Kroketten Korroke sind himmlisch. Wenn man am Ende noch gemütlich atmen kann, soll auch Desserts wie Matcha Eis in Betracht ziehen  8)

:arrow: Warteschlangen & bestimmte Zeiten vermeiden : in meinem Bekanntenkreis höre ich oft, dass einige hier nicht mehr gerne dahingehen, weil sie jedes Mal warten müssen. Da man bei Takumi eben nicht reservieren kann, ist meine logische Folgerung daraus bestimmte Zeiten zu vermeiden. Es ist meiner Ansicht nach auch nichts ungewohnliches, dass beliebte Lokale zu Stoßzeiten überfüllt sind. Wir hatten in Los Angeles sogar über eine Stunde vor einem Ramenladen warten müssen  :ohno: ! Mein Tipp hier: entweder früh (10-11Uhr) oder spät (14-15 Uhr) mittagessen oder früh (17-18 Uhr) abendessen im Takumi. Bei uns ist es meistens dann das frühe Abendessen – aber bei den Portionen ist es hinsichtlich der Verdauung auch empfehlenswert früher zu essen. Erfahrungsmäßig kommen viel weniger Gäste zwischen 14.30-17.30 Uhr vorbei und wir haben jedes Mal ohne zu warten einen Tisch bekommen. Wer aber die Abendkarte erwischen möchte – um z.B. Takoyaki zu bestellen – sollte erst kurz vor 18 Uhr reinpassieren und ein wenig dafür beten, dass der Wartebereich leer ist.

:arrow: Takumi-Ramen auch für zuhause? : Seit einem Monat kann man direkt im Laden auch sogenannte Takumi-Instantnudeln kaufen. Es handelt sich hier um „Sapporo Miso-Ramen“ und das Pack mit insgesamt zwei Portionen kostet 11,80€. Eine Anleitung wie man diese zuhause zubereitet finden man in diesem Takumi-Video. Leider ist Miso nicht mein Fall, aber ich habe mitbekommen wie schnell diese vergriffen waren. Nachschub gibt es aber mittlerweile wieder  :D

Wart ihr schon mal in Takumi und mögt ihr Ramen :) ? Alles Liebe, eure Hani

{ Los Angeles } Das erste Mal Airbnb – Appartement einer Schauspielerin bei Hollywood Boulevard

Mittlerweile ist Airbnb sicherlich den meisten bekannt, doch Mitte 2014 kannte ich persönlich noch niemanden, der Erfahrungen damit gemacht hatte. Erinnert sich jemand noch als ich mich über die Hotelpreise in und um London beschwert hatte? Diese waren nichts im Vergleich zu Los Angeles und New York !!! 8O 8O 8O  Zwar zahlt man in Amerika nicht pro Person sondern pro Zimmer, jedoch kostete damals durchschnittlich ein 3 Sterne Hotel für 5-6 Nächte in Los Angeles ca. 750€ (für denselben Preis krieg man in New York nur 2-3 Nächte). Auf den Preis hätte ich noch ein Auge zugedrückt, wenn die Zustände dieser Hotels nicht so mies wären. Ich bin froh, dass es Portale wie tripadvisor gibt, wo Urlauber Bilder von den Hotels posteten. Anscheinend sind Bettwanzen ein weitverbreitetes Problem bei einem Großteil amerikanischer Hotels. Die Fotos von Hotelgästen, deren Rücken rot entzündend von Wanzenbissen waren, hatte mich stark abgeschreckt. Und in LA in einem Vorort zu wohnen, wo es nachts richtig laut wird und auch Schießereien gibt, darauf waren wir nicht so scharf gewesen. Also hatte ich mich bei Airbnb umgeguckt und es gab einfach viel mehr Auswahl zu einem besseren Preis.

Dennoch war ich – egal wie gut die Fotos oder Angebote aussahen – vorsichtig gewesen, weil es sich eben letztendlich um Privatpersonen handelt und wer weiß, ob man nicht über den Teppich gezogen wird? Auch das Risiko, dass die Wohnung vielleicht Last-Minute zurückgezogen wird, machte mich die ganze Sache mit AirBnB ein wenig nervös. Was mir ein wenig Sicherheit gab, ist die sogenannte Ausweis-Verifizierung der Airbnb Nutzer und wenn schon bereits einige Leute gibt, die die Wohnung erfolgreich gebucht haben, wird es sich weniger um Betrug handeln. Bevor wir sozusagen den „Antrag“ gestellt haben, hatte ich sogar nach unserer „Vermieterin“ gegooglet, die sich als Schauspielerin im Airbnb Profil ausgab. Tatsächlich fand ich auch einige Youtube-Videos, wo sie eine Show moderiert und einen Lebenslauf mit aktuellen Filmprojekten. Der Antrag wurde letztendlich bestätigt und wir mussten am Ende nur die Hälfte der Hotelkosten bezahlen für ein sehr großzügiges Appartement, dass nur 5 Minuten zu Fuß vom Hollywood Boulevard entfernt ist. Ungefähr zahlt man somit je Nacht etwa 30-40€ pro Person. :D Für solche Konditionen und die Lage ein echtes Schnäppchen.

Das Appartement ist sehr groß (70-80 m²) und in einem guten Zustand. Am Besten gefiel mir das riesige gemütliche Bett, die hübsche Küche und natürlich die Klimaanlage. Ende Oktober ist es in Kalifornien immer noch sehr warm und es gab oft heiße Tage. Das Bad war neuwertig und hatte eine gute Ausstattung (Badetücher, Toilettenpapier, Duschgels). Ungewöhnlich fand ich den kargen betonwirkenden Boden, ich bin mir bis heute nicht sicher, ob die Wohnung einfach „unfertig“ bezogen wurde oder ob es „Absicht“ – also Stil – war. Dadurch, dass wir soviel Platz hatten, konnten wir uns auch mit unserem Gepäck breit machen, ohne über diese zu stolpern. Es fühlte sich wie ein „zweites“ Zuhause an und nicht wie ein Hotel. Wir konnten in der Küche ein warmes Frühstück machen oder ein spätes Mitternachtssnack und haben nebenbei die amerikanischen Sender laufen lassen. Den Müll muss man zwar selber runterbringen, aber es gibt z.B. auch einen separaten Wäscheraum, was ich toll finde. Wer mag nicht frisch gewaschene dufte Kleidung? Nur der Supermarkt-Einkauf gestaltete sich ein wenig umständlich, weshalb wir auch nur einmal einkaufen waren und den Rest der Zeit bei dem Kiosk um die Ecke Kleinigkeiten kauften. Das Appartement war für uns eine der besten Entscheidungen in LA gewesen und wir können es nur empfehlen.

Einige nicht so tolle Geschichten mit dieser Airbnb-Wohnung hatten wir dennoch :ohno: !

   Geschichte Nr.1 – Wurden wir reingelegt?   

Nachdem wir in LA gelandet sind, sollten wir eigentlich unserer Vermieterin per SMS kurz Bescheid geben (beim Buchungsprozess wurden schon die Handynummer ausgetauscht), hatten aber Probleme unsere amerikanische SIM-Karte zu aktivieren. Der erste „Fail“, ok dann mussten wir mit höheren Kosten den Kontakt herstellen. Die Bestätigung kam schnell und wir nahmen dann den Express-Bus Richtung Hollywood. Angekommen mussten wir unser schweres Gepäck den „glamorösen“ Hügel hochschieben und gleichzeitig unglaublich vielen Hundehäufchen aus dem Weg gehen. Wir standen dann vor dem Gebäude, das genauso so aussah wie im Google Streetview. Schon mal ein gutes Zeichen. Der Schreck geschah aber, als wir vor der Haustür standen und der Anleitung bei der Türklingel folgten um ins Gebäude zu kommen. Aber nichts geschah, wir kamen nicht rein und ich kriegte langsam Panik. Es war schon nach 22 Uhr und wir waren nach dem Flug und dem Gepäck hochschieben nur noch fertig gewesen. Es wurde dann nochmal alles gecheckt, die Hausnummer, die Haustür und die Anleitung. Wir hatten aber Glück und ein Model mit ihrem Mini-Hund erschien nach dem Gassi-gehen und öffnete die Tür. Wir gingen dann mit rein und kontrollierten erst an den Briefkästen ob es die Zimmernummer gab, die wir über AirBnB gebucht haben. Anschließend gingen wir hoch und waren nervös wie lange und abgezweigt die Gänge waren. Zum Glück fanden wir irgendwann doch die Wohnungsnummer und unter dem Teppich war tatsächlich ein Schlüssel! Gute Güte war ich erleichtert gewesen :D !

   Geschichte Nr.2 – Wir haben uns ausgesperrt! :o   

Jap, wir hatten es tatsächlich geschafft uns einmal aus der Wohnung zu sperren :? . Das wäre einem in einen Hotel sicherlich nicht passiert und man hätte schnell Hilfe von einem Mitarbeiter bekommen. Wir wollten eigentlich nur zum Wäscheraum zu gehen und dann der Klassiker: während die Tür hinter uns zufiel, merkten wir, dass wir den Schlüssel nicht mitgenommen haben. Entsetzen machte sich breit, weil wir auch kaum Netz auf dem Handy hatten. Nach vielen verzweifelten Versuchen hatten wir unsere Vermieterin dann doch kontaktieren können und sie fuhr mit dem Auto von Pasadena *hello Bigbang Theory* zu uns um uns einen Schlüssel zu geben. Ich bin bis heute noch froh, dass wir so eine nette Person als Hosterin/Vermieterin hatten. Sie hatte kein bisschen geklagt, dass sie extra herfahren musste. Der Spaß hatte uns fast zwei Stunden gekostet, aber wir waren erleichtert wieder in der Wohnung zu sein. Seitdem achteten wir mehr drauf uns nicht so duselig anzustellen :?: und beim Wäsche waschen/trocknen/Müll rausbringen geht zur Sicherheit nur noch eine Person runter. *peinlich*

Hattet ihr schon mal bei AirBnB gebucht und wie waren eure Erfahrungen :) ? Eure Hani

{ Blog } Von 2002~2007 | Wie alles begann

Wahrscheinlich gibt es kaum noch jemand, der sich noch an meine sehr alte Homepage erinnert. Tatsächlich ist die Website noch online, auch wenn sie nicht mehr über die ursprüngliche Subdomain zu erreichen ist. Das letzte Mal als ich sie aktualisiert habe, ist auch schon fast 9 Jahre her. Zwischenzeitlich kam ich nur noch zurück, um schnell eine kleine Notiz zu hinterlassen, wenn sich der Link in meinem Blog geändert hat (siehe die Notiz von 2009) oder sensible Daten offline zu nehmen. Aber es gibt einige Inhalte, die mich immer noch sehr zum Schmunzeln bringen. Da ich im Moment so einige Sachen auf dem Blog ändere (zum Beispiel gibt es jetzt eine übersichtliche Archiv-Seite), dachte ich wäre so ein Rückblick, wie ich überhaupt ins Internet kam, ganz nett. Zum Teil interessant, weil ich nicht vorhabe den „About Me“-Teil auszubauen. Ich schäme mich zu Tode, wenn ich meine alten ellenlangen überdramatischen Über-mich Seite durchlese. Die sind nun offline. Was demnächst wieder online kommt, ist die „Lieblings-Blogger“ Seite. Ich hatte nur bisher keine Zeit gehabt sie überarbeiten und zu aktualisieren, weil so einige Blogs ihren Namen nun geändert haben oder offline gegangen sind.

Doch zurück zum > Rückblick < ! Der deckt grob die Jahre 2002-2007 ab und den Inhalt habe ich von meiner alten Homepage mit paar Korrekturen übernommen. Für die Jahre 2007-2012 müsste ich noch in meiner Festplatte nach alten Screenshots oder Bilder durchsuchen und es kommt ein separater Teil dazu. Immer wenn ich die Bilder anschaue, dann vermisse ich die verspielten und bunten Layouts dieser Jahre. Voller Fehler und Kitsch, kein bisschen responsiv und von einem gescheiten Blog-System weit weg (mit CuteNews hatte ich mich nie anfreunden können). Wenn man im Netz sucht, findet man manchmal noch diese niedlichen und mit Liebe gestalteten Webseiten. Meistens handelt es sich um die „restlichen“ Grafikseiten oder auch Manga/Anime Fanseiten, jedoch sind die wenigstens von ihnen responsive. Doch meiner Meinung nach um einiges charmanter als die aktuell minimalistisch weißen Layouts. Schade, aber wer weiß, vielleicht sind verspielte, grafiklastige und detailverliebte Layouts in ferner Zukunft wieder in?

Nebenbei habe ich nun ein eigenes Webprojekt angefangen und bin gespannt, ob ich mein „Ideal-Layout“ finde. Modern aber trotzdem verspielt wäre toll :) ! Alles Liebe, eure Hani 

Die Schätze unserer Gesellschaft

Als Kind hatte ich häufig in den TVB-Sitcoms, welche häufig das Familienleben oder die aktuelle Gesellschaft in Hong Kong thematisiert, folgenden Spruch gehört:

„Trong nhà có lão như có báu.“

Auf deutsch lose übersetzt, bedeutet es in etwa, dass ein alter Mensch im Haus (= in der Gemeinschaft) einem „Schatz“ gleicht. Hier wird die Wertschätzung von älteren Menschen in Ausdruck gebracht. Auch wenn angesichts der Probleme wie die Armutsrente, dem Bevölkerungssrückgang – insbesondere Deutschland und Japan – oder dem fehlendem Pflegepersonal ältere Menschen anscheinend mehr als „Last“ gesehen wird, habe ich weiterhin Respekt vor ihnen. Klar es gibt auch im hohen Alter unangenehme Ausnahmen und ich selbst kann nicht mit Sicherheit sagen, ob ich in 60-70 Jahren nicht endgültig zum GrumpyCat mutiere und wie Bob Kelso alle am liebsten aus dem Weg schubsen möchte, dennoch finde ich soll älteren Menschen mehr „Beachtung“ gegeben werden.

Als ich letztens im Bus saß und einen älteren Herren sah, der in einem dünnen Buch vertieft war, wurde ich ein wenig rührselig. Die Art wie er das Büchlein in seinen Händen hält und die kleinen Zeichnungen zu den Kurzgeschichten auf den vergilbten Seiten. Es ist, als wird man wieder in seiner Kindheit versetzt, obwohl man in den Spiegel eines älteren Menschen blickt. Es hat was nostalgisches, ein Augenblick aus der „Vergangenheit“, dass immer mehr aus unserer Gegenwart verblasst. Vielleicht fällt mir sowas häufiger auf, weil ich in einer Großstadt lebe, wo immer mehr was modernisiert wird, ältere Objekte durch neue ersetzt werden und den meisten die Trends nicht schnell genug gehen können. Menschen verschiedenen Alters spiegeln immer wieder eine andere Zeit wider, jedoch habe ich das Gefühl, dass insbesondere ältere Menschen etwas „Beständiges“ an sich haben. Wie ein altes lieblich vertrautes Bild zwischen den vielen digital entwickelten Fotos.

Wann habt ihr das letzte Mal mit einem älteren Menschen gesprochen? Alles Liebe, eure Hani